| OPTIONEN |
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| Viele Komponenten und Möglichkeiten des LIV Functionality Test Systems können an spezielle Kundenbedürfnisse angepasst werden. Das Photodioden Cover für optische Messungen, der Probenhalter mit Niederhalter und die Anordnung der Kontaktstifte kann für unterschiedliche Bauteilgrößen und –layouts angepasst werden. Verschiedene zusätzliche Optionen sind verfügbar, um die Einsatzmöglichkeiten des Systems noch mehr zu erweitern. |
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TEMPERATURSTEUERUNG
Eine in die Probenhalter integrierte Heizung ist als optionale Ausstattung verfügbar. Dies ermöglicht Messungen der Temperaturabhängigkeit der Performanz Parameter sowie beschleunigte Tests bei erhöhter Temperatur ohne dafür Temperaturschränke zu benötigen. Störungen laufender Tests durch Probenwechsel oder Öffnen der Tür des Temperaturschranks sind ausgeschlossen. Mit den integrierten Heizelementen können Messungen im Temperaturbereich von 40°C bis 90°C mit 1°C Genauigkeit durchgeführt werden. Alternativ zur Probenheizung ist die Temperatursteuerung mit Peltier Elementen möglich. Auch diese Option kann in die Probenhalter integriert werden. Der Temperaturbereich ist in diesem Fall 0°C bis 90°C.
Beide Konfigurationen erlauben das Einstellen von Temperaturrampen. Jeder Testplatz wird unabhängig angesteuert. Damit können in einem Test Proben bei unterschiedlichen Temperaturen gemessen werden, wodurch die Flexibilität in Tests der Temperaturabhängigkeit signifikant erhöht wird. Softwaregesteuerter Betrieb der Temperature Control Unit zum Setzen und Aufzeichnen der Temperaturwerte ist möglich. |
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OPTISCHE MESSUNGEN
Die Standardkonfiguration des LIV Functionality Test Systems beinhaltet eine V(λ) korrigierte Photodiode zur Messung der Lichtemission. Alternaitv können TrueColor ® RGB Sensoren, wie sie im OLT Lifetime Test System eingesetzt werden, verwendet werden. Mit diesen Sensoren können spannungs- oder lebensdauerabhängige Veränderungen der Farbe des ausgestrahlten Lichts gemessen werden. Mit dieser Option bietet das LIV Functionality Test System den Vorteil einer deutlich umfassenderen Bauteilcharakterisierung mit Farb-Leuchtdichte-Strom-Spannungs-Charakteristiken (CLIV, CIVL or CUIL Messungen).
Über die externe Schnittstelle können Leuchtdichtekameras oder Chroma Meter zur optischen Messung angeschlossen werden. Abhängig vom gewählten Kameramodell kann mit dieser Option gegebenenfalls eine höhere Genauigkeit in den Leuchtdichte- und Farbmessungen erzielt werden, als dies mit Photodioden oder Farbsensoren möglich ist. Zusätzlich kann diese Variante durch die softwareseitig integrierte Kalibrierprozedur zur einfachen Kalibrierung des Photodioden- oder Farbsensorensignals eingesetzt werden.
Weiterhin ist eine Schnittstelle für den Anschluss eines faseroptischen Spektrometers an den Probenhalter verfügbar. Das Spektrometer kann dabei als alternativer optischer Sensor für die Testmodi des LIV Functionality Test Systems ausgewählt werden. Damit können spannungs- oder lebensdauerabhängige Veränderungen im Emissionsspektrum aufgezeichnet werden. Abhängig von der jeweiligen Spektrometerkonfiguration können aus den Spektren die CIE Farbkoordinaten und die absolute Leuchtdichte berechnet werden. |
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LED BELEUCHTUNGSEINHEIT
Für Solarzellen- oder Sensortests werden häufig Sonnensimulatoren als externe Beleuchtung eingesetzt. Der Vorteil einer Lichtquelle mit einem Spektrum, das dem Sonnenspektrum sehr ähnlich ist, und dessen Beleuchtungsstärke AM1.5 entspricht, wird jedoch durch die relativ kurze Lebensdauer der Lampen und die damit verbundenen hohen Kosten der Sonnensimulatoren beschränkt.
Für Tests, die eine stabile Lichtquelle aber nicht notwendigerweise ein Sonnenspektrum benötigen, wurde die ILU Illumination Unit als Erweiterung des LIV Functionality Test Systems entwickelt. Die ILU umfasst eine speziell entwickelte LED Kontroll- und Steuereinheit und eine Cover mit Hochleistungs-LEDs. Dabei sind LED Boards mit weißen oder RGBW LEDs erhältlich. Für LED Boards mit weißen LEDs kann zusätzlich auf Wunsch eine spezielle Farbtemperatur ausgewählt werden.
Jeder der vier Kanäle der RGBW LEDs wird separat angesteuert. Damit ist zusätzlich zur Regulierung der Beleuchtungsstärke auch eine individuelle Farbmischung möglich. TrueColor ® Sensoren sind zur ständigen Überwachung der Beleuchtungsstärke und der -farbe in die LED Cover integriert. Dadurch wird ein unabhängig von der Betriebstemperatur oder –zeit stets konstant geregelter LED Output erreicht.
Mit dem für diese Anwendungen speziell entwickelte LED Cover wird eine hohe Uniformität über den kompletten Ausleuchtungsbereich erzielt. Für typische organische Solarzellen oder Sensoren aus dem F&E Bereich mit Probengrößen von 25 x 25 mm² und Bauteilflächen kleiner 10 x 10 mm² ist die Variation der Beleuchtungsstärke < 10%. Die Uniformität kann durch den Einsatz zusätzlicher Diffusoren, die in das LED Cover eingebaut werden können, weiter verbessert werden. Die Beleuchtungsstärke kann über einen weiten Bereich variiert erden. Die zum Sonnenspektrum äquivalente Leistung kann von 0.1 bis fast 2 Sonnen variiert werden. Damit werden umfassende Tests der Abhängigkeit der Performanz von der Beleuchtungsstärk ermöglicht.
Die Steuerung der ILU Illumination Unit ist in de Software des LIV Functionality Test Systems integriert. Es können sowohl einzelne Beleuchtungsstärken als auch ganze Rampen im jeweiligen Test Setup definiert werden.
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KALIBRIERLICHTQUELLE
Zur weitergehenden Analyse und zum Datenvergleich müssen die Messsignale der V(λ) korrigierten Photodiode oder der TrueColer ® RGB Sensoren im LIV Functionality Test System in absolute Leuchtdichtewerte umgerechnet werden. Die Werkskalibrierung der verschiedenen Sensoren stellt ein lineares Antwortverhalten über den gesamten dynamischen Bereich sicher und führt eine Anpassung der Messwerte aus verschiedenen Gainstufen durch. Die Umrechnung der Sensorsignale in absolute Leuchtdichtewerte hängt dann von der Bauteilgröße, der Position des Bauteils auf der Probe, der Bauteilfarbe, etc. ab. Daher können die Faktoren zur Umrechnung der optischen Messwerte in absolute Leuchtdichte nicht durch eine Werkskalibrierung bestimmt werden, sondern erfordern zusätzliche Messungen mit kundenspezifischen Bauteilen. Die Bestimmung der Umrechnungsfaktoren kann durch den Kunden mit seinen realen Bauteilen durchgeführt werden, wobei diese Methode durch die Stabilität der Bauteile, insbesondere bei nicht verkapselten Proben, nur eingeschränkt anwendbar sein kann.
Als Alternative ist ein Probenhalter mit einer LED Kalibrierlichtquelle verfügbar. Er kann als zusätzlicher Probenhalter für das LIV Functionality Test System verwendet werden. Die LED Lichtquelle deckt einen Leuchtdichtebereich bis 12.000 Cd/m² ab und besitzt eine Uniformität > 80 % über die aktive Fläche von 40 x 40 mm². Die Lebensdauer der LEDs ist mit > 50.000 h spezifiziert. Damit ist ein stabiler Betrieb der Lichtquelle für den Kalibrierprozess sichergestellt.
Die Botest Kalibrierlichtquelle schließt ein Protokoll der LED IVL Abhängigkeit ein. Aufgrund der extrem langen Lebensdauer der LEDs kann die Kalibrierlichtquelle damit für wiederholte Kalibriermessungen eingesetzt werden, ohne die aufwändigen Leuchtdichtemessungen wiederholen zu müssen. Kundenspezifische Probenlayouts lassen sich durch Maskierung der nichtleuchtenden Flächen der Probe auf der Kalibrierlichtquelle erzeugen. Eine eventuelle Farbabhängigkeit der Umrechnungsfaktoren kann durch die Verwendung zusätzlicher Farbfilter untersucht und gegebenenfalls korrigiert werden. Ein Satz RGB Filter mit den entsprechenden IVL Charakteristiken sind im Lieferumfang der Kalibrierlichtquelle enthalten. |
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